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Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 1.452 mal aufgerufen
 NEUEINSTIEG
Manfred Offline

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Beiträge: 560

16.09.2009 18:17
Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Der geneigte Zuschauer der am Wochenende ect. unser Treiben am Flugplatz mit Interesse verfolgt, der wird sich letztendlich fragen, was kostet das alles?
Hier nun ein paar informative Grundlagen, was man als Anfänger im RC - Flugmodellbau beachten sollte.

Thema: Verein
Wer wie ich, einige Jahre ohne Verein auf entsprechendem Gelände geflogen bin, der wird das informative Gespräch mit Gleichgesinnten positiv ansehen.
In einem Verein ist man Anfänger immer gut aufgehoben.
Man bekommt viele Tips, kann Fragen stellen und so mancher Fliegerkollege ist auch bereit aktiv zu helfen, wenn dies erforderlich ist.
Ein Verein hat immer 2 Seiten, das ist halt so, aber die Vorteile überwiegen doch bei weitem.

Gerade für Jugendliche die hier vielseitige Perspektiven einsehen können:
- Holzverarbeitung ect.
- Elektronik
- Flugtechnik
- Logisches Denken und Handeln
- Verbesserung der Feinmotorik
- Soziale Kontakte
- Erfolgserlebnisse

All dies wird auch durch niedrige Mitgliedsbeiträge von Seiten des Vereins gefördert.
Darum sollte jeder/jede sich am Flugplatz eingehend informieren und sich ein Bild davon machen, wie schön so ein Hobby sein kann,
zum Nulltarif ist das natürlich nicht zu erhalten.

Die Thematik des RC - Modellflugs ist derart komplex, das ich hier nur die wesentlichsten Dinge anspreche.
Es gibt genügend Fachliteratur (auch aus 2. Hand) die einem die 1. Schritte erleichtern.
Auch im Internet gibt es genügend Hintergrundwissen, das nur noch auf Ihren Zugriff wartet.

Sie müssen den 1. Schritt machen, wir als Verein unterstzützen Sie dann gerne bei Ihren Vorhaben.

Thema: Kosten
Der Flugmodellbau ist in der Regel "etwas" risikoreicher als der Bau von Schiffen oder Autos.
Letztendlich gibt es aber hier auch günstige Einstiegspackete die einem finanziell auch etwas Luft lassen.

Der Anfang ist wie immer im Leben nicht einfach, denn oft steht die Frage im Raum:
- was kaufe ich
- was brauche ich
- Folgekosten

Thema: RC – Anlage
Hier stehe ich auf dem Standpunkt, das es sich nicht auszahlt mit einer gebrauchten Fernsteuerung an zu fangen, wenn deren Technik nicht mehr zeitgemäß ist.

Man sollte heute eine 2,4 GHz Anlage z.B: Robbe Fast ins Auge fassen, die es bereits um die 300 € gibt FF-7.
Das nötige Zubehör: Servos, Akkus, Kabel ect. sollte auf das Modell ausgerichtet sein.

Kosten:
ca. 300 € bei einem Neukauf

Servos:
Hier sind bei Segelflugzeugen oder einfachen 2/3-achs-Modellen Analog-Servos voll ausreichend, wenn sie die Mindestspezifikation erfüllen.
Hier sollte man auch nicht das billige vom billigsten kaufen sondern Qualität zahlt sich hier letztendlich aus.

Was nützt ein Servo für 5 € wenn dies im Flug versagt und das Modell sich in den Boden bohrt.
Der Schaden ist hier unverhältnismäßig hoch, von dem Risiko andere Personen/Dinge zu verletzen ganz zu schweigen.

Kaufen Sie also nicht jeden alten Mist der Ihnen angeboten wird, nur weil es billig ist.

Kosten:
Bei 2 Servos ca. 30 € max. am besten mit Metallgetriebe

Modell:
Als Anfänger sollte man immer ein Modell ins Auge fassen, das eigenstabil fliegt, eine gewisse Größe hat,
sich also in der Luft gut beobachten läßt und auch nicht zu schnell ist.

Weiterhin sollte das Modell so beschaffen sein, das nicht sofort jede Bodenberührung mit einem Totalschaden endet,
hier eignen sich Flugmodelle aus Kunststoff (ELAPOR ect.)
Rümpfe aus Glasfaser ect. sind sehr empfindlich und bestrafen sofort jeden Fehler mit einer Reperatur.

Der Start- und Landevorgang des gewählten Modells sollte nicht derart schwierig ausarten, das jedes Manöver einem Absturz gleich kommt.

Somit kommt ein Elektrosegler von ca. 1,50 – 2 Meter in Frage, das über 2 Achsen gesteuert wird, also Seitenruder und Höhenruder sowie der Motorsteuerung.

Beginnen Sie auf keinen Fall mit einem 3-Achs-Modell, das überfordert die meisten Anfänger!

Kosten:
Komplettpacket incl. Motor , Regler , Akku, Propeller , Spinner ca. 200 €


Zubehör:
Notwendiges Zubehör ist ein Lagegerät für den Sender, für die Akkus (LIPOs) und mehrere Ersatzakkus.
Bei der Auswahl der Flugakkus (LIPOs) kann man mit günstigen Angeboten aus Asien nicht viel verkehrt machen.

In der Rubrik Elektronik habe ich ja Akkus und Ladegeräte getestet.
Es ist aber nie verkehrt auch mal unsere Piloten am Platz anzusprechen und sich hier Infos zu holen, in einem guten Fachgeschäft ist man auch gut aufgehoben.

Kosten:
Zubehör ca. 200 € (LIPO-Ladegerät, Kabel, 2 weitere LIPOS, Kleinmaterial)

Grundkosten:
Eine Versicherung kostet ca. 30 – 50 € im Jahr und ein Jahresbeitrag von aktuell 75 € für Erwachsene ist auch erträglich, Jugendliche zahlen 37,10 €.

Eine einmalige Aufnahmegebühr von 150 € wird bei Aufnahme in den Verein fällig.

Wer aber als Gastflieger erst mal bei uns schnuppern möchte kann das mit 5 € je Tag gerne machen, eine Versicherung ist aber Bedingung.

Fazit:
Wer gerne an der frischen Luft ist, sich technischen Herausforderungen stellt und ein gutes Auge und Beobachtungsgabe hat, der wird schon beim Bau eines Modellflugzeugs viel Freude haben.
Ein erfolgreicher Modellflug ist immer das Ergebnis verschiedener Kompetenzen und die sind erlernbar.

Der 1. Flug und die Faszination etwas zu steuern, ist etwas, was man einmal gemacht haben muß.
Dieses Flugerlebnis wird Ihnen dann aufzeigen das es sich hier nicht um Spielzeug handelt, sondern um ein Hobby das eine Summe an Qualifikationen erfordert,
damit es erfolgreich betrieben werden kann.

Unser Fluglehrer ist gerne dazu nach Absprache bereit, Sie in die Welt der Modellfliegerei einzuführen.
Ich bin seit 1962 diesem Hobby verschrieben und es macht immer noch sehr viel Spaß etwas zu bewegen!



Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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Beiträge: 560

16.09.2009 19:34
#2 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Hier mal ein paar Links wo Einsteiger weiterführende Infos finden:

Thema: Einstieg

http://www.rclineforum.de/forum/thread.p...g&hilightuser=0

Thema: Versicherung

http://www.rclineforum.de/forum/thread.p...g&hilightuser=0

Thema: Einstiegsmodell EasyStar

http://www.rclineforum.de/forum/thread.p...g&hilightuser=0

Thema: Anfängerfragen:

http://www.rclineforum.de/forum/thread.p...g&hilightuser=0



Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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Beiträge: 560

16.09.2009 20:28
#3 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Hier mal ein paar Tips zur Thematik: Starten, Fliegen, Landen ect.

Thema: Erstflug, 2 - Achs-Modell

Es ist so weit, das Modell ist fertig.

Folgender Check ist unabdinglich:
- Akkus geladen (Sender + Empfänger)
- Alle Servos sind nicht in ihrer Bewegung eingeschränkt
- Die Leichtgängigkeit der Ruderanlenkung ist gegeben
- Die Steuerbefehle sind richtig programmmiert hoch/runter , links/Rechts, ect.
- Der Empfänger ist so gelagert das er gegen Stöße gesichert ist
- Alle Kabel die zum Empfänger führen sind richtig gesteckt und nicht lose, bzw. haben keine Beschädigungen
- Die Empfangsantenne ist optimal verlegt, bei 2,4 GHz im 90 Grad - Winkel
- Die Antenne des Senders ist immer parallel zum Modell (die Spitze zeigt nie zum Modell)
- Der Schwerpunkt des Modells stimmt.
- Die EWD stimmt (Anstellwinkel)
- Alle Teile (Flügel, Leitwerk) sind gut befestigt
- Die Ruder sind fest verankert und können sich nicht im Flug lösen
- Der Flugakku ist voll und im Modell gesichert
- Der Reichweitentest ist positiv verlaufen
- Der Elektromotor hat den richtigen Sturz
- Die Kabel zum Motor können nicht durch den sich drehenden Motor beschädigt werden
- Der Motor kann sich frei drehen
- Die Drehrichtung des Motors stimmt
- Der Motorregler ist richtig programmiert (Start-Stop)
- Der Propeller ist richtig befestigt
- Der Propeller ist von der Größe richtig
- Der Propeller ist ausgewuchtet

Achten Sie bei einer Fernsteuerung im 35 MHz ect. das niemand anders den gleichen Kanal besitzt, sprechen Sie gegenbenenfalls den Kollegen an.
Piloten die eine 2,4 GHz - Fernsteuerung besitzen können diesen Punkt völlig unberücksichtigt lassen

Letzter Ruderscheck:
Höhe: Steuerknüppel zu sich ziehen , das Höhenruder bewegt sich nach oben
Tiefe: Steuerknüppel nach vorne , das Höhenruder bewegt sich nach unten
Seite Links: Steuerknüppel nach Links, das Seitenruder bewegt sich nach links
Seite Rechts: Steuerknüppel nach Rechts, das Seitenruder bewegt sich nach rechts

Alle Bewegungen der Ruder sind von hinten gültig, das Modell befindet sich in Flugrichtung vor Ihnen, und das Leitwerk ist vor Ihrer Nase!

Motor:
Vollgas: Steuerknüppel nach vorne
Motor aus: Steuerknüppel zum Piloten hin bewegen

Achten Sie immer darauf , das der Sender vor dem Empfänger eingeschaltet wird, damit nicht der Motor plötzlich auf Vollgas läuft und Verletzungen die Folge sind.
Greifen Sie niemals mit Ihren Fingern in einen laufenden Propeller, ect. das hat schwerre gesundheitliche Folgen!

Daher immer wie folgt vorgehen:
1. Sender einschalten
2. Das Modell so positionieren das der Propeller sich frei bewegen kann
3. Niemand befindet sich in unmittelbarer Reichweite des Propellers
4. Flug-Akku anklemmen (Regler piepst)
5. Motor kurz vor dem Start einmal auf Vollgas stellen um Fehler zu erkennen

Der Start:
Sind mehrere Piloten in der Luft sagen Sie ihren Start an: "START"
1. Achten Sie immer darauf, das niemand durch Ihre Aktivitäten zu Schaden kommen kann
2. Prüfen sie die Windrichtung
3. Starten Sie nur bei Wetterbedingungen die für das Modell erträglich sind
4. Starten sie das Modell mit einem kräftigen Wurf in einer leicht positiven Linie nach oben
5. Achten Sie darauf das das Modell waagerecht geworfen wird.
6. Versuchen sie das Modell in gerader Fluglage Höhe gewinnen zu lassen
7. Vermeiden Sie zu starke Ruderbewegungen (zuviel Höhe ect.)in Bodennähe
8. Achten Sie darauf, das die Lage des Models immer klar erkennbar ist
9. Vermeiden Sie zu große Entfernungen zum Modell
10. Achten Sie auf die gültige Flugrichtung (Abhängig von der jeweiligen Windrichtung)
11. Fliegen sie nie so, das das Modell nicht vor der Sonne ist (Blendung)
12. Fliegen Sie immer mit einer Kappe auf dem Kopf (bessere Sicht auf das Modell bei Sonne)

Der Flug:
1. Achten Sie immer darauf das sie die Fluglage des Modells sicher erkennen
2. Also, fliegt das Modell auf Sie zu oder weg
3. Vermeiden Sie extreme Flugmanöver je näher sie der Erde kommen
4. Bedenken Sie das Flugmanöver die mit dem Wind geflogen werden immer einen Höhenverlust zur Folge haben, und das um so mehr je größer die Ruderbewegung ist.
5. Fliegen Sie nicht über abgesperrtem Gebiet (Zuschauer ect.)
6. Benötigen Sie Hilfe machen Sie dies laut deutlich!
7. Behalten Sie immer die Ruhe, im Notfall bringen sie den Motor zum Stillstand und lassen die Steuerknüppel los
8. Anfängermodelle fangen sich meist selber wieder ab
9. Sollte der Extremfall eintreten und das Modell außer Kontrolle geraten rufen Sie um "Hilfe" oder „Störung“
10. Vermeiden Sie auf jeden Fall, das durch Ihr Modell andere geschädigt werden


Die Landung:
Sind mehrere Piloten aktiv dann machen Sie über ein lautes: "LANDUNG" kund das Sie landen wollen,
gegebenenfalls von wo Sie herein kommen.

1. Vermeiden Sie es weitestgehend mit dem Wind zu landen, immer gerade gegen den Wind
2. Versuchen Sie sich die Landung ein zu teilen
3. Kommen sie langsam und gerade zur Landung herein
4. Vermeiden Sie große Ruderbewegungen in Bodennähe
5. Nach der Landung bewegen Sie sich unter Beobachtung der anderen Modelle auf schnellstem Wege zu Ihrem Modell
6. Bringen Sie Ihr Modell auf dem sichersten Weg wieder zurück hinter die Absperrung
7. Achten Sie immer auf die über Ihnen fliegenden Modelle!
8. Entfernen Sie den Flugakku vom Regler
9. Schalten Sie den Sender aus
10. Überprüfen Sie den Zustand des Modells (Beschädigungen ect.)

All das sind wichtige Punkte die man vor dem Erstflug und auch danach immer im Kopf haben sollte.
Übung macht den Meister und wer die Grundregeln beachtet der wird mehr fliegen als reparieren.

Irgendwann geht das alles in einen über und der nächste Schwierigkeitsgrad ein 3-Achs-Modell kann in Angriff genommen werden.
Soweit meine Meinung zu diesen Punkten!

Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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16.09.2009 21:26
#4 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Hier mal ein paar Videos von YOUTUBE als Beispiel für mögliche Einstiegsmodelle:

EasyGlider PRO von Multiplex

http://www.youtube.com/watch?v=15RASwlJ7po

Multiplex EasyStar

http://www.youtube.com/watch?v=k2906A3nOgc

Hier ein Beispiel wie man nicht starten sollte: Multiplex EasyStar
Es zeigt aber auch sehr gut was solch ein Anfängermodel verträgt, wenn etwas schief läuft!

http://www.youtube.com/watch?v=9eb4tlVMcBw&feature=related

Hier noch ein Video zum Thema Startfehler: Multiplex EasyStar

http://www.youtube.com/watch?v=TJXF06PpXT8&feature=related

Und hier wie man es fast richtig macht: Multiplex Easyglider

http://www.youtube.com/watch?v=UF_tZxpFMJ0&feature=related


Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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17.09.2009 00:25
#5 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Hier mal ein Link zu einer Webseite RCLINEFORUM auf der gebrauchte Modellbauartikel ersichtlich sind.
Bei der Auswahl ist immer zu berücksichtigen das relevante Artikel wie Servos so preiswert geworden sind, das man die immer neu kaufen sollte.

Bei LIPOs ist auch Vorsicht angesagt, keiner kann sagen wie gut die noch sind.
Zumal die aus Fernost schon als Neuware einen guten Preis haben!

Ladegeräte, Brushlessmotoren, Regler ,Zubehör oder Modelle sollten einen realitätsnahen Zeitwert besitzen.

http://www.rclineforum.de/forum/board.php?boardid=108&sid=

Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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17.09.2009 23:58
#6 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Thema: LIPO Akkus und deren Behandlung ect.
Da heute im Gegensatz zu früher LIPO - Akkus sehr verbreitet sind, möchte ich hier auf einige Dinge hinweisen, die bei der Behandlung von LIPOs unabdingbar sind.

Laden/Entladen:
LIPOs sind empfindlich gegen Unter- und Überladung. Verwenden Sie nur geeignete Ladegeräte.
Ladegeräte die nur für NiMh oder NiCa gedacht sind sind hier ungeeignet

Die Ladekapazität:
Achten Sie darauf das LIPOs immer nur mit dem 1-fachen der Kapazität geladen werden, also ein 2200 mA LIPO mit max. 2,2 A ect.

Zellenzahl:
Achten Sie darauf das die richtige Zellenzahl am Ladegerät eingestellt ist und die Ladespannung.

LIPO – Balancer:
Vor erstmaliger Verwendung eines LIPOs sollte diese unter miteinbeziehung eines Balancers aufgeladen werden. Nur so wird sichergestellt, das jede Zelle optimal aufgeladen wird und keine Spannungsunterschiede von Zelle zu Zelle auftreten.

Verpolung:
Achten Sie unbedingt darauf das der LIPO richtig gepolt mit dem Ladegerät verbunden wird.
+ = rot - = sw
Jede Verpolung führt zum Tod des LIPOs und kann auch eine Explosion und Feuer zur Folge haben.

Kurzschluss:
Vermeiden Sie auf jeden Fall Kürzschlüsse, hier kann es zu Explosions- Feuer- Rauch- und Vergiftungserscheinungen kommen.
Jeder Kurzschluss zerstört den LIPO sofort, achten Sie also darauf das beim anlöten von Steckern ein versehentlicher Kurzschluss unmöglich ist (Schrumpfschlauch über eine Seite)

Lagerung:
Am besten ist ein LIPO bei ca. 20 Grad aufgehoben, extreme Abweichungen nach oben oder unten schädigt die Zellen und damit die Kapazität.
Gerade bei kühlen Temperaturen haben LIPOS eine wesentlich verminderte Leistungsausbeute.

Mechanische Stabilität:
LIPOs sind sehr empfindlich gegen Beschädigungen, ein herunterfallen, Aufschneiden, Verbiegen.
Sollte bei einem Absturz ein LIPO verbogen oder deformiert sein, sollte dieser entsorgt werde, da beim Laden Explosionsgefahr besteht!

Löschhinweise:
Sollte ein Lipo zu brennen beginnen, so muß er mit Löschpulver, oder Sand gelöscht werden
Verwenden Sie nie Wasser da das enthaltene Lithium mit Wasser reagiert und es kommt zu einer Explosion.

Aufbewahrung:
Verwahren Sie also LIPOs immer in einem Behälter der unbrennbar ist (Alu ect.) und achten Sie darauf das
Die Anschlüsse + und – sich nie berühren können, hier hilft ein Stück Schrumpfschlauch über einem Stecker.

LIPOs löten:
Achten Sie darauf das die Zelle nicht zu sehr erwärmt wird, dies kann den LIPO nachhaltig beschädigen

Langzeitkapazität:
LIPOs haben die Eigenschaft, das sie je mehr Zyklen sie hinter sich haben, immer weniger Leistung bringen, man kann grob sagen,
das nach 50 bis 100 Ladungen der LIPO das beste hinter sich hat.

Auswahl des LIPOs:
LIPOs gibt es in unterschiedlichen Zellenzahlen und Kapazitäten, achten Sie darauf das beim Einsatz in Elektroflugzeugen die Kapazität
des LIPOs für den sicheren Betrieb des Modells ausreicht. Hier ist auch die maximal zu entnehmbare Ampere - Zahl nicht zu unterschätzen.
Je schwerer das Model ist um so höher sollte die Leistung des LIPOs sein.

Eínfache E-Segler komme schon mit 2 S LIPOs und 2200 mA und 10/15 C aus, 3 D - Modelle benötigen hier meist 3 bis 6 S und 4000 - 5000 mA und 30/35 C

Qualität:
Es gibt hier wie allen Dingen des Lebens eine hohe Bandbreite an billigen einfachen und leistungsstarken und damit teureren LIPOs.
Auch hier bestimmt das Modell zum Teil die Qualität des LIPOs.

Anfänger kommen auch mit preiswerten LIPOs aus Fernost klar, zumal man ja in der Regel für einen Flugtag mehrere benötigt.
Je höherwertiger das Modell um so höherwertiger sollte der LIPO sein.

Da in der Regel der Empfänger über das BEC des Reglers mit Spannung versorgt wird, sollte klar sein, das der Ausfallsicherheit
des LIPOs eine hohe Aufmersamkeit gewidmt sein sollte. Bei "billigen" LIPOs hilft eine einfache Akkuweiche über solche Probleme hinweg,
siehe mein Beitrag AKKUWEICHE unter ELEKTRONIK!

Hier nun ein paar Videos was passiert wenn LIPOs falsch behandelt werden:

http://www.youtube.com/watch?v=YCWdnjLqVWw

http://www.youtube.com/watch?v=VswaFOrVM6I

http://www.youtube.com/watch?v=4OsBc8RqS...from=PL&index=2

Deshalb nochmals mein Warnhinweis: lassen Sie LIPOs nie ohne Aufsicht am Ladegerät,
ich habe selber solch eine Explosion im Keller mit erlebt! (ohne eigene Fehlbehandlung!)



Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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18.09.2009 11:03
#7 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Thema Akkumulatoren:

Hier ein Link in dem die technischen Daten aller heutigen Akkumulatoren näher spezifiziert werden, sehr interessant!

http://wiki.rc-heli-fan.org/index.php/Akkumulatoren

Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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18.09.2009 11:59
#8 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Was zum Thema "Einfliegen" und welche Parameter hier zu beachten sind.

Hier der LINK:

http://www.modellflug-online.at/php/incl...&contentid=1243

Anfänger sollten in jedem Fall die ersten Flugversuche immer im Beisein von erfahrenen Modellpiloten absolvieren,
das erspaart viel Arbeit und Geld und bringt eher das gewünschte Erfolgserlebnis.


Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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20.09.2009 17:29
#9 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Thematik: Servos

Definition: Servo
Ein Servo ist ein Gerät, mit dem in einem funkferngesteuerten Modell Steuerbefehle in mechanische Bewegung umgesetzt werden. So zum Beispiel die Bewegung der Ruder an einem Schiff oder einer Flugzeugtragfläche oder die Lenkung an einem Auto.

Ein Servo besitzt einen Elektromotor, der mit einer Einrichtung versehen ist, die es erlaubt, die aktuelle Drehposition (zurückgelegter Drehwinkel bezüglich einer Anfangsposition) des Rotors zu bestimmen. Der Motor muss dazu in der Lage sein, sich in beide Richtungen drehen zu können. Die Rückmeldung erfolgt über einen Drehgeber, meist einem Potentiometer.

Eine elektronische Regelung vergleicht das Signal des Drehgebers mit einem vorgegebenen Sollwert. Liegt eine Abweichung vor, so wird der Motor in diejenige Richtung gedreht, die einen geringeren Verfahrweg zum Sollwert sicherstellt. Dies führt dazu, dass sich die Abweichung verringert. Die Prozedur wiederholt sich solange, bis der aktuelle Wert innerhalb der Toleranzgrenzen des Sollwerts liegt.

Alternativ kann die Motorposition auch digital erfasst werden und mittels einer geeigneten Rechnerschaltung mit einem Sollwert verglichen werden.

In gewissem Umfang können Servomotoren durch Schrittmotoren ersetzt werden. Wenn aber höhere Drehmomente oder Drehzahlen benötigt werden, sind Servomotoren die bessere Lösung.

(Modellbau-)Servos werden über Pulsweitenmodulation angesprochen, deren Pulsbreite den Stellwert darstellt. Dieser Wert wird zyklisch, bei den meisten Servos alle 20ms, wiederholt und muss sich zwischen 1ms (ganz links) bis 2ms (ganz rechts) befinden. Die Auflösung, sowie die genauen Zeitwerte sind jedoch meist von Servo zu Servo unterschiedlich. Die eben genannte Pulsweitenmodulation wird bei Servos auch Puls-Pausen-Modulation genannt.

Der elektrische Anschluss eines Servos erfolgt über drei Leitungen. Zwei für die Betriebsspannung ("Plus" und "Minus") und eine für den Impuls (also dem Sollwert).

Jedes Modell benötigt Servos, hiervon gibt es sehr sehr viele unterschiedliche Hersteller und sehr viele Kennwerte wodurch sich die Servos je nach Einsatzzweck unterscheiden.

Als Anfänger im Modellflug kommt es also darauf an, das die richtigen Servos zum Modell passen.
Man kann Servos nach folgenden Kriterien unterscheiden:

1.) Die Baugröße
Hier gilt, je mehr leistung (Hebelkraft) ein Servo entwickelt um so größer ist es, und um so schwerer.

2.) Die Stellgeschwindigkeit
Je schneller das Modell ist um so schneller sollte das Servo auf Steuerbefehle reagieren.
Für Anfänger die mit einem E-Segler beginnen, reichen meist Standardservos aus, die recht preisgünstig sind.

3.) Die Stellkraft
Je schneller ein Modell ist um so mehr Ruderkräfte sind erforderlich um das Ruder zu bewegen, da die vorbeiströmende Luft eine Kraft auf die Ruder
und damit auf die Servos ausübt.
Große Modelle mit starken Motoren benötigen daher eine wesentlich höhere Stellkräfte als kleine langsame Modelle.

4.) Analog/Digitalservos
Ob man analoge oder digitale Servos benutzt hängt weitestgehend vom Modell ab.
Da wo hohe und genaue Stellkräfte gefordert werden und die Rückstellgenauigkeit wichtig ist, wird man Digitalservos einsetzen.

Digitalservos sollten in der Regel mit 6 V betrieben werden, und benötigen einen stärkeren Akku als Analogservos.

5.) Spannungsversorgung
Alle herkömmlichen Servos arbeiten an einer Spannung von 4,8 V, hier gilt aber je schneller und stärker das Servo ist,
um so mehr sollte die Versorgungsspanung 6 V betragen.

Hier mal ein[b] LINK wo das Thema Servos vertieft werden kann.[/b]
http://wiki.rc-network.de/Servo


Mein Fazit:
Achten Sie beim Kauf von Servos darauf:
- das sie kompatibel zu ihre RC - Anlage sind (Steckerbelegung)
- Die erforderlichen Ruderkräfte erbringen
- schnell genug sind
- ein Metallgetriebe haben
- Kugel gelagert sind.

Gute und preiswerte Servos bekommen Sie schon ab 12 € im Fachhandel.
Der Ankauf gebrauchter Servos macht da wenig Sinn, weil der mögliche Preisvorteil, in keiner Weise das mögliche Risiko wett macht.

Gerade wer als Anfänger den einen oderen anderen unsanfte Landung des Modells ertragen muß wird Servos mit Metallgetriebe zu schätzen lernen, da die etwas mehr aushalten.
Überprüfen Sie daher immer nach einer unsanften Landung, ob die Servos voll Funktionsfähig sind, ein späterer möglicher Defekt in der Luft (Serve bleibt hängen) kann dann sehr teuer werden und gefährlich für andere.

Hier mal ein Standardservo das viele mögliche Einstzzwecke abdeckt:

http://www.modellhobby-shop.de/Elektroni...t=130&c=75&p=75

Und denken Sie daran, Sie werden recht schnell auf größere und schnellere Flugmodelle umsteigen, und dann benötigen Sie nicht neue Servos.
Es ist also eine Zukunftsinvestion, wenn Sie bei der Auswahl der Servos nicht das billigste erwerben.

Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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21.09.2009 22:41
#10 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Thema: Wie steuere ich ein Flugmodell

Dieses Thema ist sehr breit gefächert weil es letztendlich eine Kombination aus folgenden Kompetenzen beinhaltet.

- schnelles Reaktionsvermögen
- gute Sehschärfe
- gute Einschätzung der Entfernung zum Modell
- gute Einschätzung der Höhe des Modells zum Boden
- gute Einschätung der Geschwindigkeit des Models
- das Wissen: wie gut ist der Gleitwinkel des Flugmodells ohne Motorantrieb
- wie eigenstabil ist das Flugmodell
- wie reagiert das Modell auf bestimmte Steuerbefehle
- wie sind die Windverhältnisse und wie windempfindlich ist mein Modell......

Man erkennt recht schnell das es hier eine Verkettung unterschiedlicher Kompetenzen bedarf, damit ein Modell in der Luft bleibt,
wobei dem Start und der Landung die höchste Aufmerksamkeit gilt.

Weiterhin ist der Grundeinstellung des Modells sehr wichtig, weil jedes Modell ein anderes Setup braucht, um vernünftig zu fliegen.
Ein E-Sgler benötigt eine andere Einstellung des Setups als ein 3 D - Kunstflugmodell.

Beispiele von Setups:
- Motorsturz
- Seitensturz des Motors
- der Schwerpunkt
- die EWD
- die Ausschlagstärke der Servos in mm
- die erforderliche Reaktionsgeschwindigkeit der erforderlichen Servos
- die erdorderlichen Ruderkräfte der Servos die abhängig sind von der Geschwindigkeit des Modells und der Motorstärke.

Die geistige Kompetenz:
Jeder Modellpilot hat eine unterschiedliche Reaktionszeit,die auch altersbedingt sein kann. Wer also ein High-Speed-Modell in Betrieb nehmen möchte sollte bedenken,
das es hier um ein Modell geht das zu einer Waffe werden kann, wenn der Pilot nicht richtig damit umgeht oder vom Modell überfordert wird.

Jeder Modellpilot kommt irgendwann an so einen Punkt, wo er merkt, das das Modell nicht von ihm gesteuert wird, sondern das Modell den Piloten.

Fazit:
Der Pilot muß die Höhe, die Geschwindigkeit des Modells, die Entfernung zum Modell innerhalb von Sekundenbruchteilen in Steuerbefehle am Sender umsetzen.

Fazit:
Wohin fliegt das Modell, fliegt es weg oder kommt es auf mich zu.....
Wie muß ich den richtigen Steuerknüppel bewegen um das Modell in der Luft zu halten.....

Fazit:
Gerade bei Modellflugzeugen kommt der Erkennung der aktuellen Fluglage eine besondere Bedeutung zu!

Fliegt das Modell vom Piloten weg, sind alle Steuerbefehle "Normal":
Höhenruder ziehen = Modell steigt
Höhenruder drücken = Modell fällt
Seitenruder links = Modell fliegt nach links
Seitenruder rechts = Modell fliegt nach rechts

Jetzt stellen wir uns mal vor das Modell fliegt auf dem Rücken liegend von uns weg:
Höhenruder ziehen = Modell fällt
Höhenruder drücken = Modell steigt
Seitenruder links = Modell fliegt nach rechts
Seitenruder rechts = Modell fliegt nach links

Jetzt fliegt das Modell in normaler Fluglage auf uns zu:
Höhenruder ziehen = Modell steigt
Höhenruder drücken = Modell fällt
Seitenruder links = Modell fliegt nach rechts
Seitenruder rechts = Modell fliegt nach links

Jetzt fliegt das Modell auf dem Rücken liegend auf uns zu:
Höhenruder ziehen = Modell fällt
Höhenruder drücken = Modell steigt
Seitenruder links = Modell fliegt nach links
Seitenruder rechts = Modell fliegt nach rechts

Dazu kommt noch, das der Pilot über einen Regler den Motor ansteuert und somit die Geschwindigkeit des Modells.

Daraus folgt:
Je höher die Fluggeschwindigkeit um so kleiner werden die Ruderausschläge, damit das Modell weich fliegt.
Zu große Ruderausschläge führen immer zu unkontrollierbaren Flugzuständen des Modells, was dann eine schnelle Gegenreaktion des Piloten erfordert.

Das Wechselspiel:
- aus Erfassung der Fluglage
- der Geschwindigkeit des Modells
- das Wissen welche Ruder muß ich jetzt bedienen und wie viel
- und der Angst um das Modell und den eventuellen finanziellen Verlust führen gerade bei Anfängern im Modellflug zu geistigen Aussetzern (Verkrampfung), die meist mit dem Verlust des Modells enden (Totalschaden) im Ernstfall mit Sach- oder Personenschäden, weil diese Modelle durch ihre Masse und ihre Geschwindigkeit ein nicht unerhebliches Gefahrenpoptential darstellen.

Gesammtfazit:
Gerade der Neuling im Modellflug sollte mit Modellen beginnen, die eigenstabil sind, nicht zu schnell sind, gut zu sehen sind und sich bei loslassen aller Steuerknüppel wieder selbst abfangen.

Das was hier beschrieben worden ist mag auf den 1. Blick etwas schwierig aussehen, aber fliegen ist wie Auto fahren, mit der Übung kommt die Sicherheit.
Und nach wenigen Wochen laufen die wichtigsten Steuerbefehle instinktiv in ihrem Kopf ab, und dann kann man die ersten
leichten Kunstflugfiguren in Angriff nehmen: Looping, Rückenflug ect.

Selbst mir mit gut 40 Jahren Flugerfahrung ( 10 Jahre Pause dazwischen) passieren immer noch kleine Steuerfehler, die ich aber auf Grund der Erfahrung immer gut ausbügeln kann.

Jedes Modell läßt sich anders steuern, das ist wie mit Autos, kleine Modelle sind wesentlich agiler als große, dementsprechend macht nur eine längere Flugpraxis einen unsicheren Anfänger zu einem verantwortungsvollen Piloten.

Gerade bei neuen Modellen und dem Erstflug, sollte der Anfänger immer die Hilfe von Vereinskollegen in Anspruch nehmen die die erforderliche Qualifikation besitzen,
damit der Erstflug lange positiv in guter Erinnerung bleibt.

Die schwierigste Flugfigur bleibt der Geradeausflug in gleichbleibender Höhe!

Hier mal ein Flugvideo für Anfänger:
http://www.youtube.com/watch?v=nIVP_8TNiEg

Hier mal ein Beispiel wie man es nicht (Start) machen sollte:
http://www.youtube.com/watch?v=ISBhkeBTuHo&feature=related

Gründe:
Zu kleines Modell,zu hohe Fluggeschwindigkeit des Modells, keine klare Fluglagenerkennung,
zu wenig Schwung beim Start, zu geringe Eigenflugstabilität des Modells, viel zu hektische Steuermanöver die aus der Überforderung des Piloten hervorrühren.






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21.09.2009 23:18
#11 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Hier noch ein Video das aufzeigt, das Anfängermodelle selbst härteste Belastungen überstehen können und fliegen:

http://www.youtube.com/watch?v=TFtBRG_xKl0&feature=related

Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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21.09.2009 23:33
#12 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Hier mal die wichtigsten Fehler die gemacht werden in diesem Video, und warum das Modell bei 3:53 Min. in die Erde stürzte.

Fehler:
- zu geringe Flughöhe während des ganzen Videos
- zu hektische Ruderbewegungen
- fliegen um den Piloten herum und nicht vor dem Piloten
- zu extreme Flugmanöver die Anfänger unterlassen sollten

Bei 3:53 Min.
- Versuch eines Loopings in Flugrichtung des Piloten
- Als das Modell auf dem Rücken lag, gab der Pilot Höhe, was in der Fluglage ein Tief für das Modell bedeutete.
- Das erkennen der Fluglage des Modells und der Koordinierung der Steuerbefehle unter Zugzwang, weil zu geringe Höhe des Modells
und die Geschwindigkeit des Modells waren dann eine Überforderung des Piloten.

Die Folgen: Der Absturz

Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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28.09.2009 11:27
#13 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Thema: Fluggeschwindigkeit/ Strömungsabriss
Jedes Flugzeug das sich aus eigener Kraft von der Erde lösen will benötigt zwei elementare Dinge:
- ein Flächenprofil das zu diesem Flugzeugtyp passt
- eine Motorleistung die dem Flugzeug genügend Vortrieb liefert

Daraus ergibt sich folgende Ableitung:

Je schwerer ein Flugmodell ist:

- um so größer muß die Motorleistung sein
- um so größer sollte der Flächeninhalt sein

Gerade für Modellpiloten die erste Erfahrungen mit Flugmodellen sollte folgendes gelten:

- das Modell sollte immer eine Mindestgeschwindigkeit haben
- nur wenn das Modell Vortrieb hat, haben auch die Ruder eine Wirkung
- ohne Luftströmung und damit ohne Fahrt wird keine Ruderwirkung erzielt
- Flugbewegungen gegen den Wind die in eine Flugbewegung mit dem Wind führen (Kehre) führen immer zu einem Höhenverlust des Modells,
weil die Endgeschwindigkeit des Modells um die aktuelle Windgeschwindigkeit vermindert wird und damit das Modell weniger trägt.

Fazit:
Je leichter ein Modell ist und um so eigenstabiler, um so höher ist die Chance das das Modell in der Luft bleibt,
wenn die Motorleistung in einem gesunden Verhältnis zum Fluggewicht steht.

Die Steuerung des Flugmodells sollte daher auf die Flugeigenschaften des Modells abgestimmt sein, jedes Modell hat andere Flugeigenschaften.
Ein Modell das fast keine Fluggeschwindigkeit hat ist nicht steuerbar.

Modelle die sich in solch einer Flugphase befinden müssen erst wieder eine Mindestgeschwindigkeit erreichen, damit eine Ruderwirkung erzielt wird.

Der Vortrieb eines Modells resultiert einerseits aus der möglichen Motorleistung dem Antiebsakku und der verwendeten Luftschraube.
Die Akkuleistung sollte immer so bemessen sein, das das Modell schnell und sicher an Höhe gewinnt, und nicht jeder Start auf Grund zu gringer Motor- oder Akkuleistung zu einem Beinahecrash führt.

Die Luftschraube sollte so dimensioniert sein, das der Motor sein Leistungspotential im Flug erreicht.
Zu große Luftschrauben führen immer zu einem wesentlich höheren Stromverbrauch und damit auch zu einer geringeren Endgeschwindigkeit.

Zu kleine Luftschrauben können den Brushlessmotor überfordern, selbst der Propeller ist für eine maximale Drehzahl ausgelegt.

Fazit:
Somit sollten die Größe der Luftschraube und ihre Steigung immer zum Modell passen, die meisten Hersteller geben ja entsprechende Hinweise zum jeweiligen Modell.
Die Verknüfung: Akku - Brushlessregler - Brushlessmotor - Luftschraube bilden eine Einheit die aufeinander abgestimmt sein muß, damit das Flugmodell sicher fliegt.

Propeller sollten generell ausgewuchtet werden, damit keine Vibrationen Schäden am Modell ect. zur Folge haben.


Hier ein paar weiterführende Links zu dieser Thematik:

http://www.sprut.de/electronic/modell/elektro/motor.htm

http://www.powercroco.de/propelleranpassung.html

http://www.frach.de/Auslegung%20von%20Elektroantrieben.html

Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

Manfred Offline

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28.09.2009 13:08
#14 RE: Der Einstieg: Kosten, Grundlagen, ect. antworten

Hier mal in Video - Link: zum Thema Landegeschwindigkeit

http://www.youtube.com/watch?v=O_HE97CFX2U&feature=related

Das Modell wurde im Landeanflug gezogen (Höhe) wurde zu langsam und sackte dann komplett durch, und das bei einem Modell
das als nicht leicht zu bezeichnen ist.

Also gleichmässiger Höhenabbau bei Beibehaltung der nötigen Mindestgeschwindigkeit wäre besser gewesen.

Manfred Winters, LEGEND-2000@t-online.de

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